Gewöhnlicherweise können sich keine geordneten periodischen Strukturen bilden, wenn Metallschmelzen schlagartig abgekühlt werden. Der israelische Wissenschaftler D. Shechtman entdeckte 1982 an einer extrem schnell abgekühlten Schmelze aus Aluminium und Mangan (ca. 1 Million Grad / Sekunde) sehr ungewöhnliche Eigenschaften.
Das
Beugungsmuster der Elektronenstrahl-Untersuchung zeigte wie beim Kristall einzelne
scharfe Punkte. Neben den kristalltypischen 2-, 3-, 4- oder 6-zähligen Symmetrieachsen
fand man hier eine fünfzählige.
Da diese Legierung sowohl Kristall- als auch völlig neue Eigenschaften
besaß, wurde für sie der Begriff Quasikristall eingeführt.
Viele Eigenschaften der Quasikristalle lassen sich erklären, wenn man annimmt, dass die Atome in einem Penrose-Muster angeordnet sind.
Quasikristalle sind sehr hart und elastisch. Sie sind plastisch viel stärker verformbar als periodische Kristalle.